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Drachen haben für
das chinesische Volk eine symbolische Bedeutung. Ein klassischer
Drache hat den Kopf eines Ochsen, das Geweih eines Hirschen, die
Mähne eines Pferdes, den Körper einer Python, die Krallen eines
Habichts sowie die Fühler und den Schwanz eines Fisches.
Im Drachenboot
sitzen 20 Paddler in 10 Zweierreihen. Im Bug gibt ein Trommler den
Takt an. Im Heck steht der Steuermann und hält das Boot auf Kurs.
Vorwärts gebracht wird das Boot mit Holzpaddeln, die in einer Kadenz
von bis zu 100 Schlägen pro Minute im Wasser beschleunigt werden.
Drachenbootrennen werden in der Regel über Distanzen
von 250, 500 und teilweise 1000 oder 2000 Meter ausgetragen. Dabei
werden die Kategorien Open, Frauen und Mixed (mindestens 8 Frauen)
unterschieden.
Mit einer
Maximalgeschwindigkeit von ca. 14-16 km/h brauchen die schnellsten
Boote weniger als eine Minute für 250 Meter. Dies ist zwar langsamer
als ein Achter im Rudern, aber dennoch beachtlich, wenn man die
Verdrängung und das Gewicht eines Drachenbootes berücksichtigt.
Um schnelle Zeiten fahren zu können braucht es neben Kraft, Ausdauer
und Geschick einen guten Teamgeist.
Ursprung und Entwicklung des
Drachenbootsportes
Um die Ursprünge des
Drachenbootsports ranken sich viele Legenden. Die wohl bekannteste
Version geht zurück nach China in das 3. Jahrhundert. Als seine
Anhänger von seinem Tod erfuhren, machten sie sich mit ihren
Booten auf die Suche nach der Leiche. Sie trommelten, schlugen mit
ihren Paddeln auf das Wasser und warfen Reis hinein, um die Leiche
Qu Yuans vor den gefrässigen Fischen zu schützen. Aus dieser alten
Tradition hat sich inzwischen eine moderne, attraktive Sportart
entwickelt, die in der ganzen Welt immer mehr Freunde findet.
Eines der größten
Drachenbootrennen findet am chinesischen Neujahr statt. In der
Bucht von Hong Kong verfolgen Hunderttausende von begeisterten
Zuschauern - vor Ort oder am Bildschirm - dieses Spektakel. Das
Drachenboot- fahren ist die meist verbreitete Wassersportart der
Welt. Allein in China wird die Sportart von über 20 Millionen
Sportlern ausgeübt. Bereits wird in über 40 Ländern, über alle
Kontinente verteilt, aktiv gepaddelt. In Europa sind Deutschland,
England und Italien die führenden Nationen. Die
Aktivmitgliederzahlen steigt laufend – der Trend ist ungebrochen.
Der Drachenbootsport ist keine kurzlebige Modedisziplin, sondern
befindet sich voll im Aufwind.
In asiatischen Ländern kann die
Beliebtheit solcher Rennen durchaus mit der von Fußball in Europa
verglichen werden.
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