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The Catch - Die
Eintauchphase
Nur wenige Geräusche
auf dem Wasser sind so wohltuend wie das gleichmäßige Eintauchen von 20
Paddeln in das Wasser zur selben Zeit und ohne Aufklatschen. Vergleichbar
nur mit denen von Turmspringern, wenn sie die Wasseroberfläche
durchschneiden und nichts außer Blasen hinterlassen.
Das Einbringen des Paddelblattes in das Wasser wird Catch genannt. Es
sollte vor dem Körper eingetaucht werden und einen kraftvollen Zug
einleiten können. Dieses ist bei den meisten Paddelneulingen der
Schwachpunkt und bei erfahrenen Paddlern ebenfalls der Schwachpunkt wenn
die Kondition nachläßt. Das größte Problem ist es hierbei Länge zu
verlieren und so das Wasser zu weit nach hinten zu transportieren und
anschließend in der Erholungsphase (Recovery) das Paddel nicht mehr
ausreichend nach vorn bringen zu können, oder aber weniger druckvoll zu
paddeln.
Ein guter Catch benötigt einen bewußten (konzentrierten) und kräftigen
Druck mit dem oberen Arm nach unten, dieser wird effektiver, wenn das
Handgelenk und der Ellbogen des oberen Armes über der nach innen zeigenden
Schulter (Innenschulter) stehen und dadurch der Unterarm parallel zur
Wasseroberfläche wird. Einige Teams bevorzugen sehr hohe obere Hände um so
ein kraftvolleres Eintauchen in das Wasser zu betonen. Dadurch wird das
Eintauchen des Blattes sauber kontrolliert und verhindert ein Spritzen des
Wassers. Ein gutes Eintauchen des Paddels wird ausgeführt, wenn das Wasser
vertikal zerteilt wird; es kann aber auch mit einem leichten diagonalen
Schnitt erfolgen, wenn das Blatt das Wasser schneidet. Dieser Slice
(Anschnitt) ist dann sehr effektiv wenn das Blatt schnell und tief und mit
einer geringeren vertikalen Anstellung eingetaucht wird, benötigt
allerdings eine größere Beteiligung des unteren Armes in Kombination mit
dem Oberarm. Der untere Arm muß vollkommen vorwärts getreckt sein, jedoch
nicht im Gelenk versteift sein, nur so ist es möglich das Paddel im Wasser
schnell und sauber auf seine volle Tiefe und korrekten Position parallel
zum Boot zu verankern, ohne das es dabei zu Spritzern oder einer
horizontalen Bewegung kommt.
Ein häufiges Problem
ist, daß die Arbeit zu spät nach dem Catch aufgenommen wird und sich der
Paddler schon am Anfang der Vorschubphase (Stroke) befindet, obwohl sich
der volle Druck des Blattes noch nicht aufgebaut hat (Verschwendete
Energie ist eine Paddelsünde). Eine gute Catch-Technik muß die Kraft in
die Schlagphase (stroke) übertragen innerhalb eines Sekundenbruchteils. Es
ist also sehr wichtig den Catch im Boot zu synchronisieren und die Kraft
zu Maximieren die jeder Paddler beim Schlag zur selben Zeit bringen muß,
was nicht immer zutrifft. Synchrones Eintauchen und Ziehen ist
lebenswichtig für ein schnelles Boot.
Kräftiges Spritzen oder Höhlung des Wassers (eingeschlossene Luft und
aufgewühltes Wasser) sind ein Zeichen dafür, daß bereits beim vertikalen
Eintauchen Druck auf das Blatt gegeben wird, bevor dieses vollständig
eingetaucht ist (die nächste Paddelsünde). Das Paddelblatt sollte mit der
selben Geschwindigkeit vorwärts bewegt werden, wie das Boot, um Spritzer
zu vermeiden. Wenn das Wasser zu aggressiv bearbeitet wird, kann das
Paddel brechen und es kann zu Spannungen mit dem Teampartner führen, wenn
er unerwartet eine große Ladung Wasser ins Gesicht bekommt. Dieses Problem
tritt dann auf, wenn es zu einer falschen Dosierung der Aggression kommt
und ist meistens ein Zeichen dafür, daß der Paddler müde ist oder nicht in
der Lage ist, der Geschwindigkeit zu folgen. Der Catch ist keine
Druckphase, sondern vielmehr die Beschreibung dafür, wie man sauber und
spritzfrei mit dem Paddel in das Wasser geht.
Ein anderer häufiger
Fehler ist das zu weite Vorbeugen des Oberkörpers und sich übermäßig in
der Hüfte zu verdrehen. Das Boot beginnt dann auf und ab zu hüpfen und zu
schaukeln.
" Du willst ein ruhig
laufendes Boot. Ein sanft laufendes Boot. Jedesmal wenn das Boot links
oder rechts schlingert oder hoch und runter schaukelt, verliert es ein
bißchen an Fahrt. Das kann Deine Geschwindigkeit und Effizienz vernichten
- sei schnell! "
- Peter Heed
Denk daran, daß die
Länge des Vorwärtszuges kontrolliert wird durch einen völlig
ausgestreckten Arm und durch einen rotierten Oberkörper. Du mußt Dich nur
weit genug mit dem Oberkörper nach vorne beugen, um das Blatt auf volle
Tiefe beim Catch ins Wasser zu bringen.
Denk also daran: Ein kraftvoller Catch entsteht durch einen starken
Oberarm der Druck und Bewegung in das Wasser aus einer vorderen Position
bringt, die scharf, sauber und unverzüglich die Kraft in den Zug (Stroke)
überleitet. Jedesmal wenn die Schlagzahl größer als 90 wird, ist die
Betonung des Catch immer wichtiger, um die Kraft möglichst schnell zu
übertragen.
Die Druckphase-
Compression
Viele Paddler meinen,
daß sie das Wasser weit hinter Ihren Körper befördern müssen, um das Boot
vorwärts zu bewegen, aber das ist unsinnig. Fakt ist: Wenn das Paddel im
Wasser ist, bewegt es sich in Relation zu einem festen Punkt in der
Umgebung nur sehr wenig. Das Boot wird in der Druckphase nur über diesen
festen Punkt gezogen.
Dieses ist die Kraftphase und es ist einen vollständige körperliche
Anstrengung, die die Koordination von Arm-, Bein- und Oberkörpermuskulatur
in eine einzige kontrollierte Bewegung umsetzt, bei der die Kraft in eine
lineare Vorwärtsbewegung umgesetzt wird. Das Paddel muß relativ senkrecht
und verankert mit den Armen im Wasser gebracht werden und der Paddler muß
seinen Oberkörper benutzen um das Boot vorwärts zu ziehen. Wenn ein zu
großer Enthusiasmus dazu führt, daß das Paddel nach hinten durch das
Wasser gezogen wird, dann sind Energieverlust und große Wasseraufschäumung
mit wenig Vorwärtsbewegung meistens die Folgen. Vieles hängt von einem
guten soliden Catch ab, der Rest ist abhängig von einer soliden und
kontrollierten Kraftbewegung, die das Boot dann vorwärts beschleunigt.
Es ist hilfreich, wenn man sich vorgestellt, daß man seinen Körper nach
oben und über die Catch-Position stößt indem das Paddel senkrecht nach
unten gedrückt wird. Dieses benötigt eine weiche kontinuierliche Bewegung,
die Schulter wird durch das Zusammenziehen der Bauchmuskeln nach unten
gezogen, zur gleichen Zeit rotiert der Oberkörper in der Hüfte durch die
Unterstützung der großen Rückenmuskeln wie z.B. Latissimus und Erektoren.
Der Oberarm sollte kontinuierlich hochgehalten werden und zusammen mit den
Schultern nach unten gebracht (eingetaucht) werden und das Paddelblatt in
seiner Position im Wasser zu verankern wenn sich die Zugphase aufbaut.
Ein kleinerer Vorwärtsdruck mit dem Oberarm, besonders durch den
Deltoideus und dem Pectoralis (Brustmuskel) überträgt zusätzlichen Druck
auf das Paddel. Wichtig ist, daß der Drehpunkt des Paddels dabei immer
hoch ist, er sollte ca. 15 cm über dem T-Stück der oberen Hand liegen.
Der untere Arm muß stark sein um das Blatt auf einer graden Bahn zu halten
und die Kraft des Oberkörpers auf das Paddel zu übertragen. Dieser wird
nur leicht durch den Bizeps zum Ende der Zugphase gebeugt.
Folgt man dieser Bewegung, so arbeitet das Paddel als eine dritte Ebene,
die obere Hand bleibt dabei relativ fixiert, das senkrechte Eintauchen der
Schultern und die Rotation des Oberkörpers verteilen die Kraft. Sehr
häufig haben Paddler die Angewohnheit, den oberen Arm über und nach unten
zu drücken beim Catch, dabei wird der Drehpunkt des Paddels auf den
Bereich der unteren Hand verlagert. Die obere Hand sollte während dieser
Phase nicht unter die Schulterebene fallen, und der Unterarm sollte
parallel zur Wasseroberfläche bleiben.
Ein weiteres Problem ist , daß das Paddel häufig nicht tief genug im
Wasser ist um die Widerstandsfläche zu vergrößern, teilweise zum Anfang
der Endphase der Druckphase (Finish).
Der Paddler muß sich nach vorne beugen um das Paddel bis zum Schaft im
Wasser zu halten. Häufig sieht man bei Paddlern, daß sie nach und nach
(kontinuierlich) beginnen, ihr Paddel am Ende der Zugphase (Stroke) zu
heben (Die Hand hebt sich in Relation zur Bordwand immer weiter an). Wenn
man sich auf eine gute Oberarmführung und auf das Zusammenziehen des
Oberkörpers mit Hilfe der Bauchmuskeln konzentriert, wird dieses helfen,
das Paddel im Wasser zu halten.
Wenn man die Kraft zum Ende der Zugphase erhöhen möchte, muß man einen
kontrollierten Druck kurz vor dem Finish aufbauen.
Das Paddel muß so gut es geht mit einem kräftigen Oberarmdruck nach unten
senkrecht gehalten werden, ungefähr so als ob man das Paddel geradewegs in
den Seegrund rammen möchte.
Es sollten die Delta- und die Brustmuskeln trainiert werden, um dieser
Phase des Zuges mehr Kraft zu verleihen.
"Haltet das Paddel
senkrecht während der Druckphase. Das Paddel sollte parallel zur Kiellinie
des Bootes sein. Zu häufig tendieren Paddler dazu, der Seite des Bootes
mit ihren Paddeln zu folgen. Das Paddel des Bugmannes sollte weit ab von
der Bootsseite des ins Wasser eintauchen und sollte während der
Erholungsphase beim nach vorne bringen fast das Boot berühren. Heckpaddler
sollten es genau umgekehrt machen: Das Paddel genau neben dem Boot
eintauchen und gerade zurückkommen.
- Peter Heed -
Die Beine spielen eine
viel größere Rolle als man es sich vorstellt, sie dienen dazu das Boot
vorwärts zu Drücken und den Körper auf dem Sitz zu halten. Sie verankern
den Körper so im Boot, daß die Knie einige Anspannungen aushalten können.
Idealerweise sollten alle Paddler ihr äußeres Bein gegen die Dollwand
ausrichten und der äußere Fuß in einer Linie nach vorne gesetzt werden, so
daß eine kontinuierliche Kraftlinie im Boot entsteht.
Das innere Bein sollte unter den Sitz geklemmt werden, wobei das Knie zur
Bootmitte zeigt. Das hilft den Körper innen zu bleiben und ermöglicht eine
einfachere Rotation. Ein leichtes Verlagern des Körpers auf die vordere
Sitzkante hilft ebenso einen festen Widerstand in der Vorwärtsbewegung bei
der Erholungsphase zu erreichen.
Finish- Endphase
Die Zugphase wird
abgeschlossen, wenn der Ellenbogen des unteren Armes mit dem Körper auf
einer Linie ist und die Schultern parallel zum Sitz sind. Dabei befindet
sich das Paddel noch vollständig im Wasser. Jeder Druck der hinter diesem
Punkt aufgewendet wird, was durchaus möglich ist, resultiert aus einer
Überdrehung des Oberkörpers. Dadurch entsteht eine Hubbewegung wegen des
Paddelwinkels, die das Boot ins Wasser drückt und/ oder Wasser in das Boot
schaufelt. Dieses ist ein wichtiger Punkt, weil der Körper hinter der
neutralen Position empfänglicher für ablenkende Bewegungen wird. Jeder
Aufwand hinter der neutralen Postion bringt keine Beitrag zur
Vorwärtsbewegung des Bootes.
Das Paddel sollte so sauber und schnell wie möglich mit einem Minimum an
Widerstand und ohne Spritzer diagonal aus dem Wasser herausgezogen werden.
Dabei wird das Paddel mit der oberen Hand geführt (Deltoideus). Viele
Teams betonen das hochziehen des Paddels mit der oberen Hand, um es so
senkrecht wie möglich zu halten. Dies ist gelingt gut in ruhigen
Wasserbereichen; in Booten mit dichten Sitzreihen erlaubt es den Paddlern
oberhalb und um den Vordermann herum zu agieren.
Ein weiteres Problem ist, daß der Finish zu früh beendet wird.
Insbesondere geschieht das bei zu hohen Schlagzahlen oder bei Mangel an
klaren Definitionen, wenn der Paddler das Blatt zu früh noch während der
Druckphase (Compression) aus dem Wasser zieht. Es ist dringend notwendig,
daß der Paddler das Blatt tief im Wasser behält, und die gesamte Kraft bis
zur Finish Position beibehält. Denke an die senkrechte Bewegung des
Oberames!
Es ist die Mühe Wert die Bemühungen auf einen Kraftschlag (power punch)
beim Finish zu legen, um einen Stoß am Ende des Stroke, ähnlich wie am
Anfang der Catch-Phase, zu erreichen. Um das zu erreichen muß der äußere
Ellenbogen dicht am Körper gehalten werden und das Paddelblatt sollte mit
einem kraftvollen Impuls mit Hilfe der Unterarme und dem Bizeps
herausgezogen werden. Das Paddel sollte schnell und hoch herausgehoben
werden, um ein Verschleppen zu vermeiden und die Erholungsphase (Recovery)
einzuleiten. Diese Technik hilft ebenfalls Wasser vom Boot weg zu drücken,
wenn das Paddel herausgezogen wird.
Das Finish sollte im
gesamten Boot gleichzeitig und mit der gleichen Aggression und Präzision
wie der Catch ausgeführt werden.
Erholungsphase- Recovery
Die Erholungsphase (Recovery)
ist der Schlüssel zur Vorwärtsbewegungstechnik und sie setzt den Catch
weit vor dem Oberkörper.
Eine sehr effiziente Erholungsphase wird durch die Drehung des Oberkörpers
erreicht, in dem die äußere Schulter gerade nach vorne gedrückt wird und
die innere Schulter nach hinten gezogen wird (umgekehrte Bewegung zum
Stroke).
Der untere Arm muß nach vorne gestoßen werden, um eine lange Reichweite zu
erreichen, während der obere Arm in die entgegengesetzte Richtung über dem
Kopf gezogen wird um den Brustkorb zu öffnen.
Dieses muß eine schnelle und schwungvolle Bewegung sein, weil diese Zeit
effektiv gesehen eine Totzeit ist und dabei keine Energie darauf verwendet
wird das Boot vorwärts zu bringen. Das heißt, je weniger Zeit benötigt
wird, um nach vorne zu gehen, desto mehr Zeit kann ein Paddler mit dem
Vorwärtsziehen des Bootes verwenden. Für eine schnelle Erholungsphase
müssen besonders die beanspruchten Muskeln, wie Bauch, Deltoideus und
Trizeps trainiert werden. Deren Beanspruchung ist anders als bei der
Zugphase. Der Schlüssel zu einer höheren Schlagzahl ist eine kürzere
Erholungsphase bei der jedoch die Schlaglänge beibehalten wird.
Während der Vorwärtsbewegung sollte das Paddel zwar sauber und definiert
gehalten werden, jedoch gleichzeitig so locker, daß sich die
Unterarmmuskeln erholen können. Häufig legen Paddler zu viel Kraft in die
Vorwärtsbewegung . die Erholungsphase sollte aber schnell und leicht sein.
Mit der Zeit wird sie eine mühelose Bewegung. Es erfordert jedoch viel
Arbeit um Geschwindigkeit zu erreichen und deshalb sollte diese Phase im
Trainingsplan nicht vernachlässigt werden.
Die Geschwindigkeit des Bootes in der Erholungsphase (Recovery) wird
allein schon durch die Paddelpause spürbar nachlassen. Das Ausmaß dieses
Abbremsens , auch Check genannt, variiert von Team zu Team aufgrund der
unterschiedlichen Paddeltechnik. Wenn sich Paddler vorwärts bewegen,
verlagert sich ihr Schwerpunkt ebenfalls nach vorne, was dazu führt, daß
das Boot noch mehr abgebremst wird.
Erstaunlicherweise wird das Boot jedoch leicht wieder von selbst
beschleunigen, wenn die Paddler ihre Vorwärtsbewegung beenden. Unter
Berücksichtigung dieser Tatsache sollte man während der Erholungsphase auf
eine minimale Schwerpunktverlagerung achten und diese Bewegung auf eine
vor- und rückwärts-Bewegung und nicht auf eine hoch- und runter- Bewegung
bzw. Seitwärtsbewegungen, beschränken.
Ein allgemeines Problem ist es den oberen Arm zu weit nach unten fallen zu
lassen. Dieses resultiert dann in einer horizontalen Erholungsphase. In
einem engen Boot wird dieses problematisch und führt zu Behinderungen bei
Erhöhung der Schlagzahl.
Das Beugen des oberen Armes führt ebenso zu ausladenen Bewegungen das die
Leistung bei einer höheren Schlagzahl einschränkt und in einem hoch- und
runterschauklen des Bootes resultiert. Weder der untere noch der obere Arm
müssen in der Erholungsphase oder in einer anderen Phase stark gebeugt
sein.
Variationen der
Zugfrequenz
Wie schon erwähnt,
variiert die Schlagtechnik von Person zu Person leicht aufgrund von
Unterschieden in der Physiologie und im Trainingszustand. In einem
bestimmten maß sollte dieses toleriert werden, besonders auf einem
Amateur- Rennlevel. Es ist wichtig, daß jeder mit der gleichen Technik
paddelt, aber es ist wichtiger, daß jeder auf seinem höchsten Niveau
paddelt. Auch Spitzenteams zeigen Unterschiede in ihrer individuellen
Technik und bewegen trotzdem eine Menge Wasser- und sind schnell.
Der kritische Punkt ist, daß jeder Paddler jede Paddelphase exakt timed
und daß die Bewegung von vorn nach hinten und auf den Seiten beständig im
gesamten Boot ist. So werden Balance und ein ruhiges Laufen des Bootes
gewährleistet. Auch Profipaddler haben Formdifferenzen, z. B. rotieren
einige stärker oder andere halten das Paddel bei der Erholungsphase etwas
höher. Wenn aber jeder die Phasen korrekt und zeitlich genau ausführt, ist
es fraglich, ob kleinere Veränderungen für die Synchronität signifikante
Unterschiede in der Bootsgeschwindigkeit bringen.
Es ist wichtiger das Augenmerk auf die nahtlose Übertragung der Kraft von
einer Zugphase in die nächste zu lenken und das die Kraftübertragung von
jedem Paddler zu jedem Zeitpunkt des Zuges perfekt getimed wird.
Die Technikgrundlagen, die die Gleichmäßigkeit zwischen den
Teammitgliedern gewährleisten werden im folgenden zusammengefaßt.
- beständige Position von Catch und Finish
- minimales Spritzen und Heben von Wasser
- gleichmäßige Geschwindigkeit von Recovery und Stroke (einige Leute
bewegen sich schneller als andere).
- gleiche Tiefe aller Paddel im Wasser
- gleicher Winkel aller Paddel in jeder Zugphase
- präzises Timing zu Beginn einer Phase
- die Aufreihung der Paddel in
Fahrtrichtung
- die Elimination von Extrembewegungen
- flüssige und ununterbrochene Bewegung während jeder Phase
- gleich Atemmodalitäten
Die Bootsform kann
ebenfalls Einfluß auf den Charakter der Schlagtechnik haben , z.B. durch
geringere Sitzabstände, höhere Dollwände, das Gewicht des Bootes oder die
Größe der Paddel. Es ist unabdinglich ein Rennboot "auszutesten" durch
variieren der Schlaglänge und -zahl um die effektivste Kombination zu
finden, die das Boot schnell macht ( Vergleich 8er Kanadier und
Drachenboot).
Naturelemente, wie die Gezeiten , Wind und Wasserbedingung beeinflussen
die Technik. Fahren mit Rückenwind z. B. sollte die Geschwindigkeit
erhöhen und erlaubt eine höhere Schlagzahl. Wo hingegen bei Gegenwind die
Schlagzahl heruntergehen und eine größere Schlaglänge angestrebt werden
sollte.
In unruhigem Wasser ist es wichtig die Paddel in der Erholungsphase höher
zu heben und ein tieferes Eintauchen zu betonen um zu vermeiden , daß man
in einem Wellental das Paddel zu wenig im Wasser hat. Unruhiges Wasser
bremst das Boot ab. Es ist deshalb unbedingt notwendig die Schlagzahl des
Teams an die vorherrschenden Bedingungen anzupassen.
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